Der Scheunenfund: Orient-Express von 1897

In den 1990er Jahren hatte der Engländer Peter Moffat in Nordwales den Orient-Express 104 – „zerlegt in tausend Teile“ – in der Scheune einer Mühle entdeckt und nach zähen Verhandlungen kaufen können. In seiner großen Garage versucht er dann, die Teile „zusammenzupuzzeln“. Unterlagen besaß er dafür nicht. Und noch bevor er starb, übergab er das Projekt seinem Freund Ron Mellowship.

Erst wenige Tage vor der Rallye London to Brighton 2009 lief der Motor des Orient-Express 104

 

Auch Mellowship musste sich ohne technische Literatur durchkämpfen. Anfangs glaubte er noch, es sei ein Benz-Wagen. Aber nach mehrjährigem Studium der Teile jagte ein Erfolgserlebnis das andere und das Fahrzeug nahm Form an. Das Besondere daran war, dass sich herausstellte, dass mehr als 90 Prozent der mechanischen Teile noch original vorhanden waren. Und als Schreiner war es für ihn nicht schwer, marode Holzteile nachzubauen. Erst 2009 gelang es aber, den Motor wieder instand zu setzen. Zehn Tage vor dem Start der „Rallye London to Brighton Ceteran Car Run“ lief er das erste Mal. So blieb auch nur Zeit für Probefahrten von wenigen Meilen.

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